«ROT FÜR ALLE - ALLE FÜR BIBERIST!»


Tiefe und mittlere Einkommen entlasten

18.Juni.2019

Das Gute zuerst: Der Kanton Solothurn ist ziemlich attraktiv, hinkt jedoch bei der Steuerbelastung teils hinten nach. Die Standortattraktivität wird
hauptsächlich mit folgenden Indikatoren beurteilt: Steuerbelastung der natürlichen und juristischen Personen, Verfügbarkeit von Hochqualifizierten und Fachkräften sowie verkehrliche Erreichbarkeit der
Bevölkerung, der Beschäftigten und von Flughäfen.

Standortqualität: Kanton Solothurn im Mittelfeld

Der Kanton Solothurn positioniert sich mit seiner Standortqualität nahe am Schweizer Durchschnitt. Am Jurasüdfuss erreicht die Region Solothurn die höchste Standortqualität und befindet sich praktisch im Landesdurchschnitt. Die hohe Erreichbarkeit von Bevölkerung und Beschäftigten sowie eine hohe Zahl an Fachkräften tragen dazu bei.

Steuern: Kanton Solothurn im Mittelfeld

Aus steuerlicher Sicht nimmt der Kanton Solothurn sowohl für natürliche als auch juristische Personen einen Platz im Mittelfeld ein. Der Kanton Solothurn besteuert Einkommen überdurchschnittlich stark. Natürliche Personen tragen im Kanton einen überdurchschnittlich hohen Anteil zu den Steuereinnahmen von Kanton und Gemeinden bei.

Hohe Steuerbelastung für tiefe und mittlere Einkommen

Die Steuerbelastung der unteren und mittleren Einkommen liegt weit über dem schweizerischen Durchschnitt. Eine Familie mit zwei Kindern mit einem Einkommen bis 60000 Franken zahlt sogar 250% mehr als der Durchschnitt! Bei kinderlosen Ehepaaren und Alleinstehenden liegt der Kanton bei Einkommen bis 100000 Franken auf den letzten Plätzen, bei Familien mit zwei Kindern sogar bei Einkommen bis 200000 Franken! Dies ist für die SP seit Jahren unhaltbar! Diese Belastung will die SP deutlich senken und zwar auf das schweizerische Mittel. Angesichts der finanziellen Lage und der Struktur des Steuersubstrats ist eine Tiefsteuerstrategie analog derjenigen Kantone der Zentralschweiz nicht realisierbar.

Der Kanton Solothurn hat den Vermögenssteuersatz 2008 und 2012 gesenkt, vor allem für jene 10% der Solothurner, die ein steuerbares Vermögen von über 200000 Franken besitzen. Vermögensteile über diesem Betrag werden heute nur noch mit 1 statt mit 2.5 Promille wie im Jahr 2007 besteuert. Im interkantonalen Vergleich ist der Kanton deshalb für hohe Vermögen sehr attraktiv und positioniert sich im Gegensatz zur Einkommenssteuerbelastung auf den vordersten Rängen.

Die SP will mehr Steuergerechtigkeit schaffen. Für alle, statt für wenige!

Simon Bürki, Kantonsrat




SP vor Ort